Warum Mitarbeiter immer anspruchsvoller werden - und dabei zur Herzenssache.

Waren Mitarbeiter bisher meist Produktionsfaktoren, sind sie in Zukunft vor allem Individuen. Individuen mit Ansprüchen, Vorstellungen und Wünschen.

Und haben sich Fachkräfte bisher bei Unternehmen beworben, ist es in Zukunft umgekehrt - die Fachkräfte suchen Unternehmen aus. Dies ist ein Paradigmenwechsel mit Folgen. Edgar k. Geffroy beleuchtet in seinem Buch "Herzenssache Mitarbeiter" Ursache, Wirkung und Lösungen.

Das Verhältnis zwischen den Menschen verändert sich - bedingt durch digitale Möglichkeiten und Medien. Erwartungen wechseln, Ansprüche verändern sich, der Umgang steht auf neuen Beinen.

Hinzu kommt: Fachkräfte sind zunehmend rar und gesucht. Der Arbeitsmarkt ändert sich: vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt. Bewarben sich bis vor kurzem Fachkräfte bei Unternehmen, ist es jetzt genau umgekehrt: Der Arbeitnehmer kann auswählen. Und diese Tendenz wird weiter zunehmen.

Im Wirtschaftsleben hat dies enorme Folgen. Denn Unternehmen, die auch in Zukunft Ihre Position behalten und ausbauen wollen, sind auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen - mehr als je zuvor. Der Faktor "Mitarbeiter" wird also zum direkten Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Oder auch zum "Misserfolgsfaktor."

Der Wirtschaftsjournalist und Business-Neudenker Edgar K. Geffroy greift mit seinem Buch "Herzenssache Mitarbeiter" dieses Thema auf. Er macht deutlich, dass der richtige Umgang mit Mitarbeitern und Fachkräften die größte Herausforderung des deutschen Mittelstands in der kommenden Dekade ist.

Ebenso wird deutlich, dass darin auch enorme Chancen liegen. Denn diejenigen, die diesen Paradigmenwechsel verstehen und für sich nutzen, verschaffen sich einen spürbaren Wettbewerbsvorteil.

Der Schlüssel des Erfolgs liegt darin, die Bedürfnisse und Erwartungen von Fachkräften zu verstehen und sie entsprechend umzusetzen. Denn schon lange sind Fachkräfte keine Nummern und austauschbare Produktionsfaktoren mehr, sondern Individuen mit sehr klaren Wünschen und Vorstellungen. Dabei geht es nicht mehr nur um Gehalt und Karriere - besonders "weiche" Faktoren wie selbständiges Handeln, Eigenverantwortlichkeit, Arbeitsumfeld und Führungsstil stehen zunehmend im Vordergrund.

Die digitale Welt spielt dabei eine große Rolle. Digitalisierung ist wesentlicher Bestandteil des Lebens - auch des Berufslebens. Das eigene Leben wird gesamtheitlich wahrgenommen - Berufswelt und Privatleben verschwimmen miteinander.

Man fragt beim Cafébesuch E-Mails ab und chattet kurz privat während der Arbeit - alles kein Problem. Der individuelle Lebensansatz steht im Mittelpunkt.

Unternehmen, die die damit verbundenen Chancen sehen und nutzen, die entsprechende Möglichkeiten zur Verfügung stellen und die bei dieser Entwicklung eine Vorreiterrolle spielen, müssen sich keine Sorgen um Fachkräfte machen. Im Gegenteil: Wer jetzt klug agiert, sichert eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

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„Die Suche nach den klugen Köpfen ist ein lebendiger Prozess. Auf der einen Seite geht es darum, die Bedürfnisse der gesuchten Mitarbeiter zu verstehen. Und dann darum, für sie entsprechend attraktiv zu sein.“